: TEXTFASSUNG VON AMELY JOANA HAAG UND MATTHIAS HARTMANN

TROJA

Eine Produktion des Burgtheaters Wien.
Eine Kooperation mit Kampnagel

Sa. 9. November 2013 und So., 10. November 2013
Beginn jeweils um 18 Uhr
Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Dauer der Vorstellung ca. 3  1/2 Stunden
Karten: € 65,-, € 52,-, € 45,-, € 32,-, € 16,- (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis)
Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
Sa., 9. November 2013, 18 Uhr  
So., 10. November 2013, 18 Uhr
Achtung: Sichtbehinderte Karten sowie Restkarten an der Abendkasse 
Mit Catrin Striebeck, Christiane von Poelnitz, Sylvie Rohrer, Oliver Masucci, Fabian Krüger, Therese Affolter, Bernd Birkhahn, Franz Csencsits, Sven Dolinski, Stefanie Dvorak, Lucas Gregorowicz, Sabine Haupt, Philipp Hauß, Daniel Jesch, Juergen Maurer, Adina Vetter, Sara Zangeneh

Regie: Matthias Hartmann, Bühnenbild: Jan Lauwers, Kostüme: Victoria Behr, Musik: Joeri Cnapelinckx, Karsten Riedel, Video: Moritz Grewenig, Hamid Reza Tavakoli, Licht: Peter Bandl, Dramaturgie: Amely Joana Haag
Endlich Frieden in Troja. Nach 10 Jahren. Kein Grieche mehr weit und breit. Kein Schiff mehr am Horizont. Nur noch ein gigantisches, hölzernes Pferd am Strand: Gottesgeschenk oder Kriegsmaschine? Doch da bewegt sich etwas, ein zurückgelassener Grieche sitzt zusammengekauert an einem Fuß des Pferdes, zitternd. Er wird den Trojanern eine atemberaubende Version seiner Geschichte erzählen.

An diesem Theaterabend kommen verschiedenste Stimmen zu Wort. Sie alle erinnern an Fragmente des ältesten verschriftlichten europäischen Mythos. Sinon, Hekabe, Priamos, Paris, Hera, Athene, Aphrodite, Kassandra, Helena, Menelaos, Iphigenie, Agamemnon, Klytämnestra, Hektor, Andromache, Odysseus, Zeus, Achilleus, Patroklos …

Stimmen von 660 vor Christus treffen auf Stimmen unserer Gegenwart. Sie erzählen, kollektiv und dennoch kontrovers, davon, dass die Menschen – so scheint es – Spielbälle der Götter sind und in einer nicht enden wollenden Verkettung von Zerstörung und Selbstzerstörung verstrickt sind.

„Matthias Hartmann und sein hoch motiviertes Ensemble machen viereinhalb Stunden lang ganz großes Theater: „Das Trojanische Pferd“ ist Bühnenspiel pur. Die Dramaturgin Amely Joana Haag warf ein Treibnetz über die enorme Literatur zum Thema. [...] Aus dieser Collage entstand ein zauberhafter Theaterabend voller Tragödien, machistischer Rituale, Blut, Geschlechter-Weisheit und auch voll Witz.“ Kleine Zeitung

„Aber dann geht dieses ungeheuer bilderreiche, aus vielen verschiedenen Perspektiven und Textfragmenten zusammengesetzte Hartmann-Theater los [...]. 17 virtuose Schauspieler spielen 33 Rollen, das heißt: Sie schlüpfen (scheinbar) improvisatorisch in die Rollen hinein und ebenso selbstverständlich wieder heraus.“ Deutschlandradio

„‘Das Trojanische Pferd‘ ist als Stück grausam, wild, maßlos, zart und auch sehr komisch. Und es ist vor allem eine Hommage an den Zauber des Theaters.“ Kurier

„So klar und plausibel wird die Geschichte um den elendslangen, nur mit einer List beendeten Krieg selten erzählt.“ Der Standard

Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann, der zuvor höchst erfolgreich als Intendant in Bochum und Zürich gewirkt hat, gilt als einer der musikalischsten Regisseure. Nach „Amphitryon“ (2009), „Phädra“ (2010), „Der Parasit“ und „Krieg und Frieden“ (beide 2011) und „Was ihr wollt“ (2012) sind mit „Onkel Wanja“ und „Troja“ zwei weitere Arbeiten von ihm zum Hamburger Theater Festival eingeladen.

Hamburger Theater Festival 2011: Auf dem Programm stand das Epos „Krieg und Frieden“. Fünf Stunden lang wühlte sich eines der weltbesten Theaterensembles durch den uferlosen Text und begeisterte das Publikum (ausgezeichnet mit dem Nestroy Spezialpreis 2010)! Und jetzt: Das gleiche Ensemble, eine Masse Text, lauter brillante Ideen – die Vorfreude steigt…