: SOPHOKLES, EURIPIDES, AISCHYLOS

ÖDIPUS STADT

Eine Produktion des Deutschen Theaters Berlin. Eine Kooperation mit Kampnagel


Feierliche Festivaleröffnung am Samstag, dem 12. Oktober durch Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz.

Sa. 12. Oktober 2013 und So., 13. Oktober 2013
Beginn jeweils um 19:30 Uhr
Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Karten: € 60,-, € 48,-, € 39,-, € 28,-, € 16,- (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis)
Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
Sa., 12. Oktober 2013, 19:30 Uhr  
So., 13. Oktober 2013, 19:30 Uhr
Mit Ulrich Matthes, Susanne Wolff, Barbara Schnitzler, Bernd Stempel, Katharina Marie Schubert, Elias Arens, Moritz Grove, Thorsten Hierse, Olivia Gräser

Regie: Stephan Kimmig, Bühne: Katja Haß, Kostüme: Johanna Pfau, Musik: Michael Verhovec, Übersetzung: Gregor Schreiner, Dramaturgie: John von Düffel

Die Geschichte vom Geschlecht der Labdakiden ist einer der zentralen Mythen der griechischen Antike und damit der Erfindung des Theaters. Die "Großen Drei" der antiken Dramatik – Sophokles, Aischylos und Euripides – haben mit ihren Stücken 'König Ödipus', 'Sieben gegen Theben', 'Die Phönizierinnen' und 'Antigone' die dramatische Chronik einer Generationenfolge geschaffen. Sie erzählt die Saga einer Königsfamilie um Ödipus, seiner rivalisierenden Söhne Eteokles und Polyneikes und seiner Töchter Antigone und Ismene. Zentrum ist die Stadt Theben, deren machtpolitisches Überleben mit dieser Familie eng verzahnt ist. Prägende Muster von Störung und Zerstörung zeigen sich in der Geschichte dieses Königshauses, in dem Gewalt Gewalt gebiert, Macht Gegenmacht herausfordert und Angst Angst provoziert. Selbst der Staatsmann und Vernunftkönig Kreon, der am Ende des Mordens an die Macht kommt, versucht seine vermeintliche Schwäche durch Überhärte wett zu machen – und zerstört so die Stadt, für deren Erhalt er angetreten war.

ÖDIPUS STADT, die Geschichte Thebens und ihrer Herrscher, führt im Dreischritt in die Katastrophe. Der Blick hebt sich über die großen Einzelhelden hinaus auf die Zusammenhänge von Mensch, Macht und Mythos.

„In einem […] vehementen Minimalismus werden Worte, Blicke, Gesten wie Schwerter gekreuzt, die Emotionen schlagen Funken. Ulrich Matthes als Ödipus etwa baut seine Reden zu Hörspielen voller Hochmut, Panik und Grauen aus. […] Susanne Wolff zeigt diesen bald aufsteigenden Politprofi [Kreon] aus der zweiten Reihe mit famoser Lust an der eitlen Raserei, die sich bis zur selbstzerstörerischen Egomanie hochschaukelt.“ FAZ 

„Und nichts kommt zu kurz, trotz aller Kürzungen in den Texten. Das macht die Intelligenz dieses Abends.“ Der Tagesspiegel

„Wenn sich Matthes/Ödipus an den Totschlag erinnert, fiebert er sich in einen Gewaltrausch, der seinen ganzen Asketenleib zum Beben bringt. Und wenn er sich ob der endlich erkannten Tragik die Augen aussticht, bricht aus seinem aufgerissenen Mund ein stummer Schrei aus, höhlenhaft grässlich und leer wie bei Edvard Munch. Bei allem Jähzorn hier, bei allem Wimmern da – nie unterläuft Matthes auch nur ein falscher Ton, immer beglaubigt er mit allen Fasern das unermessliche Leid, dessen er sich gerade inne wird.“ Stuttgarter Zeitung

„Ein wahnsinnstolles Stück Spiel“ Neues Deutschland

Für seine Rolle in „Onkel Wanja“, mit dem er 2010 auch beim Hamburger Theater Festival zu Gast war, wurde Ulrich Matthes mit dem FAUST Theaterpreis ausgezeichnet und von der Zeitung „Theater heute“ zum Schauspieler des Jahres gewählt. Das Kinopublikum erlebte ihn u.a. als Joseph Goebbels in Oliver Hirschbiegels „Der Untergang“. Als Synchronsprecher leiht er seine markante Stimme Kenneth Branagh und Charly Sheen.

Bis 2009 gehörte die Schauspielerin Susanne Wolff zum Ensemble des Thalia Theaters, spielte u.a. in Arbeiten von Nicolas Stemann, Alize Zandwijk, Armin Petras und Andreas Kriegenburg. Für ihre Nora in Henrik Ibsens gleichnamigen Stück, Regie Stephan Kimmig, erhielt sie diverse Auszeichnungen.