: HEINRICH VON KLEIST

MICHAEL KOHLHAAS

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhauses,
eine Kooperation mit Kampnagel

Sa., 7. Oktober 2017, Beginn um 19 Uhr

So., 8. Oktober 2017, Beginn um 19 Uhr

Einführung in das Stück mit dem Regisseur Matthias Hartmann am 8. Oktober um 18 Uhr

 

Auf Kampnagel, K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Karten: € 60, € 48, € 39, € 28, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040 / 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online


Sa., 7. Oktober 2017, Beginn um 19 Uhr

So., 8. Oktober 2017, Beginn um 19 Uhr

Mit: Christian Erdmann, Minna Wündrich, Florian Lange, Thomas Wittmann, Reinhart Firchow, Jan Maak, Andrei Viorel Tacu, Dominik Puhl, Wolf Danny Homann,
Statisterie:
Korbinian Bachem, Richard Becker, Antonis Chrysoulakis, Jasper Ebert, Lennart Ebert, Jan Junghardt, Liam Kranz, Antonio Porzio, Mohamed Sbai, Nikita Schmitz, Erik Schwarz, Lars Unkenholz, Dennis Walsdorfer, Tim Zielke,

 

Regie: Matthias Hartmann, Bühne: Johannes Schütz, Kostüm: Malte Lübben, Musik: Karsten Riedel, Dramaturgie: Robert Koall, Video: Roman Kuskowski, Dramaturgische Mitarbeit: Juliane Hendes

Der Theatermagier Matthias Hartmann inszeniert Kleist! Lassen Sie sich begeistern …

Es beginnt damit, dass der reisende Pferdehändler Michael Kohlhaas am Schlagbaum eines sächsischen Junkers zwei prächtige Pferde als Pfand zurücklassen muss. Als er seine Rappen bei der Rückkehr ausgemergelt und verprügelt vorfindet, sind unsere Sympathien noch ganz bei ihm, dem Unterdrückten, doch dann wird er zum Mörder. Kohlhaas fordert bei den zuständigen Rechtsinstanzen Schadenersatz ein und erfährt keine Wiedergutmachung. Dann wird der Prozess verschleppt, die korrupten adligen Gegner werden protegiert, und in seinem Bemühen um  Gerechtigkeit verliert Kohlhaas alles: Ehefrau und Familie, Wohlstand und Besitz. Kohlhaas beginnt einen brutalen Rachefeldzug: »Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde!«

Es ist die Erzählung einer Welt, die aus den Fugen ist und einen Menschen ohne Orientierung zurücklässt – hierin ist sie so modern. Es ist eine unheimliche Geschichte, die Kleist erzählt, weil uns ihre Hauptfigur so fern und nah zugleich ist. Denn mit so viel Abscheu wir auch den Gräueln des Kohlhaas begegnen, so wenig können wir die Faszination verhehlen, die uns erfasst, wenn hier einer seinen Vertrag mit der Zivilisation aufkündigt und den Pakt mit der Barbarei schließt.

»Fest für die Sinne [...] Das Premierenpublikum feierte das Regieteam und die Schauspieler zu Recht enthusiastisch.« theater:pur

 

»Einen bejubelten, unterhaltsamen Abend voller Kraft, überschäumender Gefühle und filmartiger Bilder bietet die Regie. Star des Abends ist Bühnenbildner Johannes Schütz, der sich mal wieder selbst übertroffen hat.« Westdeutsche Zeitung

 

»Ein Abend der Sprechkunst für die Schauspieler, die sich an Kleists aberwitzigen Satzbau-Architekturen nicht verheben. Allen voran Christian Erdmann in der Titelrolle, der mit getrampelten Ovationen gefeiert wurde.« Westfälische Rundschau

 

»Hartmann ist in Düsseldorf ein kräftiger und emotionssicherer Abend gelungen.« nachtkritik.de

 

»Ein imposanter Abend, der zeigt, was das Theater kann. Wie man mit Tischen und Stühlen eine ganze Welt erstellen kann. Theater vom Feinsten.« WDR 3

 

»Wie er [Erdmann] erst in die missliche Lage schlittert, wie sich dann aber sein vernünftiges Anliegen in Besessenheit verwandelt und ihn schließlich mitsamt der Familie ins Unglück stürzt, bringt der Schauspieler grandios zum Ausdruck.« Revier Passagen

Johannes Schütz gehört zu den gefragtesten und vielfach ausgezeichneten Bühnenbildnern des Landes. Oft arbeitete Schütz mit Jürgen Gosch zusammen. In Hamburg kennen Sie S chütz‘ Arbeiten für die Staatsoper und das Schauspielhaus. Für das Bühnenbild in Karin Beiers Inszenierung »Das Werk / Im Bus / Ein Sturz«, das 2011 im Rahmen des Hamburger Theater Festivals gezeigt wurde, erhielt Schütz den Theaterpreis »Der Faust«. Schütz ist seit 2010 Professor für Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf.

Der Regisseur Matthias Hartmann gehört zu den Publikumsmagneten des Festivals. Bereits acht seiner Arbeiten (u.a. »Krieg und Frieden«, »Troja«) zeigte er beim Festival, letztes Jahr sein furioses theatralisches Filmprojekt »Die Räuber«,
das dank der Übertragung durch den NDR mehr als 100.000 Menschen sahen.