: NACH HENRIK IBSEN, VON SIMON STONE

JOHN GABRIEL BORKMAN

Eine Produktion des Burgtheaters Wien in Kooperation mit den Wiener Festwochen und dem Theater Basel

Sa., 14. Oktober 2017, Beginn 20:30 Uhr

So., 15. Oktober 2017, Beginn 19 Uhr

 

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

Karten: € 68, € 57, € 46, € 33, € 18, € 12 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

 

Sa., 14. Oktober 2017, Beginn 20:30 Uhr

So., 15. Oktober 2017, Beginn 19 Uhr

 

Mit: Martin Wuttke, Birgit Minichmayr, Caroline Peters, Nicola Kirsch, Roland Koch, Max Rothbart, Liliane Amuat

 

Regie: Simon Stone, Bühne: Katrin Brack, Kostüme: Tabea Braun, Musik: Bernhard Moshammer, Licht: Friedrich Rom, Dramaturgie: Klaus Missbach

John Gabriel Borkman hat sich auf dem Dachboden seines Hauses verbarrikadiert. Er muss sich darüber klar werden, was ihm von seinem Finanzimperium geblieben ist. Abgestürzt nach einem sagenhaften Aufstieg und wegen skrupellosen Betrugs mit acht Jahren Haft bestraft, ist der Banker ruiniert, sein Ansehen liegt in Schutt und Asche, seine Familie ist vollkommen zerstritten. Einzig sein Sohn könnte den Ruf des Vaters wiederherstellen.

 

Henrik Ibsens Stück ist für Simon Stone das wichtigste neu zu interpretierende Werk der modernen Klassik. Was Stone interessiert, sind die Bruchlinien im Wertekanon des bürgerlichen Europa nach der Finanzkrise. Die Lesart des jungen australischen Regisseurs geht von dem bekannten Realismus Ibsens aus, treibt jedoch die szenische Handlung in Richtung eines frühen Expressionismus. Die Sinnsuche John Gabriel Borkmans, der im Geld die alles gestaltende Kraft vermutet, kulminiert in Stones Interpretation in einem verzweifelten Machtkampf der Familie um ihre einzige  verbleibende Hoffnung: Borkmans Sohn.

»John Gabriel Borkman« war eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016. Von »Theater heute« wurde die Produktion ausgezeichnet als Beste Inszenierung 2016, Simon Stone für die Beste Regie und Caroline Peters als Beste Schauspielerin.

»Mit seinen energiegeladenen Überdrehungen treibt [Simon Stone] dem Stück die Schwere aus; den Tiefgang behält es auch als Komödie.« NZZ

 

»Wie man ein klassisches Werk ohne Substanzverlust in die Gegenwart transferieren kann,  demonstriert Simon Stone in seiner schlichtweg großartigen Inszenierung [...]. Ibsens Figuren sind Menschen unserer Tage und sprechen die Sprache von heute.« Wiener Zeitung

 

»Was für ein Furioso! Was für ein Gemetzel! Was für ein High-Speed-Ereignis! Denn mit ›John Gabriel Borkman‹ landen die Wiener Festwochen [...] einen absoluten Hit.« Kurier

 

»Stone schreibt knapp, pointiert und mit stupend trashiger Plausibilität. Sein Facelift-Ibsen folgt dem alten Norweger treu von Szene zu Szene, der sich nach zeitkosmetischer Runderneuerung wieder so oberflächenfrisch fühlen darf wie vor 120 Jahren.« Theater heute

 

»Ja, es funktioniert. Man kann Ibsen ins Heute übersetzen, ihn überschreiben, völlig seiner Sprache entkleiden und dennoch den Kern des Dramas [...] in aller Schärfe treffen.« Kurier
Der Schauspieler Martin Wuttke ist an vielen deutschsprachigen Bühnen gefeierter Gast. Fest gehört er zum Ensemble des Burgtheaters Wien. Überdies ist Wuttke immer wieder in Film und Fernsehen präsent — u. a. war er von 2008 bis 2015 Leipziger Tatort-Kommissar. Auch in internationalen Filmen spielte Wuttke, zum Beispiel 2009 in Quentin Tarantinos Film »Inglourious Basterds«, in dem er Adolf Hitler verkörperte. Für seine Darstellung des John Gabriel Borkman erhielt Martin Wuttke 2015 den Nestroy-Theaterpreis.

Die Schauspielerin Birgit Minichmayr begeisterte das Publikum des Hamburger Theater Festivals bereits 2010 in »Der Weibsteufel« und 2012 in »Das Interview«. Ihre Vielseitigkeit beweist sie u. a. in ihrer Zusammenarbeit mit Campino von den Toten Hosen, mit dem zusammen sie das Lied »Tage wie diese« textete.