: HENRIK IBSEN

HEDDA GABLER

Eine Produktion der Schaubühne Berlin

Sa, 27. Oktober 2018, Beginn 20 Uhr
So., 28. Oktober 2018, Beginn 17 Uhr

 

Einführung in das Stück mit Regisseur Thomas Ostermeier am 27. Oktober um 19 Uhr (angefragt)

 

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

Karten: €69, €58, €47, €34, €19 (nur an der Theaterkasse: €10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen)

Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040/32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

 

Sa, 27. Oktober 2018, Beginn 20 Uhr

So., 28. Oktober 2018, Beginn 17 Uhr
 

Mit: Lars Eidinger, Katharina Schüttler, Jörg Hartmann, Kay Bartholomäus Schulze, Lore Stefanek, Annedore Bauer

 

Regie: Thomas Ostermeier, Bühne: Jan Pappelbaum, Kostüme: Nina Wetzel, Musik: Malte Beckenbach, Licht: Erich Schneider, Video: Sébastien Dupouey, Dramaturgie: Marius von Mayenburg

 

Die Generalstochter Hedda Gabler hat geheiratet. Ihrem Ehemann, dem aufstrebenden Historiker Jörgen Tesman, winkt eine Professur; er hat sich daraufhin Geld geliehen und eine Villa gekauft, um seiner anspruchsvollen Frau etwas bieten zu können. Seinen Nebenbuhler, den attraktiveren und begabteren Løvborg, hat Hedda abblitzen lassen. Løvborg, der gerne in berüchtigten Clubs seinen glänzenden Intellekt mit Drogen betäubte, war finanziell und gesellschaftlich keine aussichtsreiche Perspektive für sie gewesen. Jetzt kehrt Hedda ernüchtert aus den Flitterwochen zurück und muss erfahren, dass Løvborg mittlerweile sein Lotterleben an den Nagel gehängt hat. Er hat ihre Abwesenheit genutzt, um ein aufsehenerregendes kulturgeschichtliches Buch zu schreiben. Dadurch rückt eine Professur für Heddas Ehemann wieder in weite Ferne. Hedda zerrinnt ihr Lebensplan zwischen den Fingern. Sie beginnt einen gesellschaftlichen Amok-Lauf gegen ihre Mitmenschen, gegen die bürgerliche Gesellschaft und gegen sich selbst. Manipulation und Lüge sind die Mittel, mit denen sie virtuos innerhalb nur eines Tages und einer Nacht ihre eigene Welt zum Einsturz bringt.

 

In seinem 1891 uraufgeführten Stück zeigt Ibsen einen Angriff auf das Bürgertum von innen. Das Bürgertum von damals existiert heute nicht mehr. Paradoxerweise aber finden sich die bürgerlichen Sehnsüchte und Ängste von damals heute in fast unveränderter Weise wieder – nun aber gleichermaßen in allen Schichten der Gesellschaft. Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist unser kollektives Leitmotiv geworden.

„Spannendes Theater – wie ein dichter, böser Film." RBB

 

"Ein toller Thriller, gegriffen aus dem Leben hinter der gutbürgerlichen Fassade. Ganz cool, geradezu boulevardesk auf dem rotierenden Silbertablett demonstriert wie ein prickelndes Laborexperiment." Die Welt

 

„Die Dialoge sind reich an Sarkasmus und Zynismus und mit einem bitteren Geschmack im Mund hat das Publikum durchaus etwas zu lachen. Ein runder Theaterabend also; und Medizin für unsere Zeit, für die Menschen unserer Zeit [...]“ Theaterkritiken Berlin

 

„Der Abend ist ein sensationeller Erfolg [...]“ Der Spiegel

»Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern, dass ich von ihr je einen falschen Ton oder eine hohle Pose gesehen hätte«, sagte Thomas Ostermeier, Künstlerischer Leiter der Schaubühne, in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des Ulrich-Wildgruber-Preises an Katharina Schüttler. Für die Darstellung der Hedda Gabler zeichnete die Zeitschrift »Theater heute« sie 2006 als »Schauspielerin des Jahres« aus, und der Deutsche Bühnenverein würdigte Schüttlers Leistung mit dem Theaterpreis Faust.
 
Lars Eidinger ist einer der prägendsten Darsteller der Schaubühne. Aber nicht nur auf der Bühne, auch in Fernseh- und Filmproduktionen ist Eidinger oft zu sehen. Er wurde mehrfach für den Deutschen Fernsehpreis nominiert und erhielt u. a. den Preis der deutschen Filmkritik als Bester Darsteller und den Grimme-Preis.