: DORON RABINOVICI, MATTHIAS HARTMANN

DIE LETZTEN ZEUGEN

Eine Produktion des Burgtheaters Wien.

So., 28. September 2014
Beginn um 19 Uhr
Deutsches Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg
Karten: € 58, € 46, € 36, € 25, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen)
Vorverkauf: Kasse im Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
So., 28. September 2014, 19 Uhr
Mit den Zeitzeugen Lucia Heilmann, Vilma Neuwirth, Suzanne-Lucienne Rabinovici, Marko Feingold, Rudolf Gelbard, Ari Rath und den Schauspielern Mavie Hörbiger, Dörte Lyssewski, Peter Knaack, Daniel Sträßer

Einrichtung: Matthias Hartmann, Bühne: Volker Hintermeier, Kostüme: Lejla Ganic, Licht: Peter Bandl, Video: Moritz Grewenig, Anna Bertsch, Florian Gruber, Markus Lubej, Dramaturgie: Andreas Erdmann

Sie sind die Letzten. Wie lange werden wir noch Überlebende befragen können, wie lange ihnen noch zuhören dürfen? Sie treten auf und sprechen, um zu erzählen, wie sie der Vernichtung knapp entkamen. 75 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938 kommen in dieser Produktion, die am 20. Oktober 2013 zum ersten Mal in Wien gezeigt wurde, sieben Zeitzeugen mit ihren Texten zu Wort. Sechs Überlebende des Holocaust sitzen schweigend hinter einem durchsichtigen Vorhang auf der Bühne, ihre nur scheinbar regungslosen Gesichter werden auf die Leinwand projiziert. Vier jüngere Schauspieler lesen deren Lebens- und Leidensgeschichten vor. Die beeindruckenden Frauen und Männer sind zwischen 80 und 100 Jahre alt und erhalten hier eine der letzten Möglichkeiten, selber öffentlich zu Wort zu kommen – ein Stück lebende Geschichte, die nicht vergessen werden darf!

»Die letzten Zeugen« ist ein eindringliches (Theater-)Dokument, wie wir es wohl nie wieder werden sehen können.

Nach der Vorstellung finden im Schauspielhaus drei moderierte Fragerunden mit den Zeugen statt.

»Ein kluger, großer, unverzichtbarer Abend.« Der Standard

»Erschütternd, wachrüttelnd, aber auch berührend« Kronen Zeitung

»Die konzentriert und schnörkellos inszenierte Collage […] gab auch neuen Mut. Denn die  Überlebenden, so verschieden ihre Biografien sich entwickelt haben, sind alle starke Persönlichkeiten voller Beharrlichkeit, die ein Wunsch eint […]: künftigen Generationen vermitteln, wie es war. […] Diese Geschichten, die 1938 begannen und bis in die unmittelbare Nachkriegszeit führten, bekamen in der dramatischen Einrichtung von Hartmann ungeheure Intensität.« Die Presse

»Da sitzen […] ein paar der allerletzten Überlebenden des Holocaust und führen uns vor, wie wichtig erinnern ist. Und wie schnell es mit dem Vergessen gehen kann, wenn man nicht achtgibt.« DiePresse.com

»Die Schlichtheit dieser Inszenierung lässt die Wucht des Erzählten voll zur Geltung kommen.« Neue Zürcher Zeitung

»Selten erlebt man einen vollen Theaterraum so konzentriert.« Falter

Am Wiener Burgtheater mussten, um der starken Kartennachfrage gerecht zu werden, zusätzliche Spieltermine angeboten werden. Die Abende enden regelmäßig mit stehenden Ovationen zu Ehren der Überlebenden. Auch außerhalb von Wien ist das Interesse an der Produktion groß. So gastierte sie, trotz des teilweise sehr hohen Alters der Mitwirkenden, bereits u. a. in Dresden und beim Berliner Theatertreffen 2014.

Das Wiener Burgtheater war bereits mit sechs Arbeiten des Regisseurs Matthias Hartmann zum Hamburger Theater Festival eingeladen, unter anderem mit »Troja« (2013), »Was ihr wollt« (2012), »Krieg und Frieden« (2011) und »Amphitryon« (2009).