: GOTTHOLD EPHRAIM LESSING

DIE JUDEN

Eine Produktion des Berliner Ensembles

Mo., 19. Oktober 2015, Beginn um 20 Uhr

Einführung in das Stück von Hermann Beil am 19. Oktober um 19:15 Uhr

 

Im Thalia Theater, Alstertor, 20095 Hamburg

 

Karten: € 58, € 46, € 38, € 27, € 16 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis – keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44 ), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
Mo., 19. Oktober 2015, Beginn um 20 Uhr

Mit: Felix Tittel, Marko Schmidt, Boris Jacoby, Michael Rothmann, Axel Werner, Hanna Jürgens, Therese Affolter


Regie: George Tabori, Bühne: Etienne Pluss, Kostüme: Margit Koppendorfer, Musik: Hans-Jörn Brandenburg, Dramaturgie: Hermann Beil

Vordenker Lessing: Im diesjährigen Festival-Spielplan finden Sie gleich zwei Stücke des Dramatikers: »Die Juden« in einer Inszenierung von George Tabori und Lessings Alterswerk »Nathan der Weise«. Unser Tipp: Schauen Sie sich beide an!

 

Ein Lustspiel über den Antisemitismus – ist das nicht eine Ungeheuerlichkeit? Gerade rechtzeitig kommt der unbekannte Reisende, um den feigen Überfall auf einen christlichen Gutsbesitzer zu vereiteln. Was folgt, ist eine spielerisch-heitere Lektion in Sachen Antirassismus, die heute noch genauso wichtig ist wie vor über 200 Jahren.

»Ich bin ein Jude« – dieser lapidare Satz, den der fremde Held der Geschichte sagt, kippt das lustig-feine Spiel in die bittere Realität unserer eigenen Geschichte. George Tabori verändert kein Wort des Textes und doch enthüllt das alte Lustspiel ein neues Gesicht im Licht der Gegenwart.

»Nahezu pantomimisch und ausnehmend poetisch erzählt Tabori mit einer zu Herzen gehenden Tragikomik diese traurigmachende Alltagsbegebenheit. Der Witz des alten Regie-Zauberers durchdringt und verfeinert noch den Witz des jungen Lessing.« WIENER ZEITUNG

Der legendäre George Tabori (1914–2007) war nicht einfach ein Regisseur, er war ein Regie-Magier. Und er war Jude. Zentrales Thema seiner Dramen war die Auseinandersetzung mit dem Faschismus. Als er 2007 starb, sagte Claus Peymann über ihn: »Er war ein weiser und kindlicher Mensch, ein wunderbarer Zauberer«.