: nach einer Idee von GIOVANNI DI LORENZO

CHOR DES HASSES

Eine Veranstaltung des Hamburger Theater Festivals in Kooperation mit der ZEIT

Sonntag, 7. Oktober 2018, Beginn um 20 Uhr

 

Auf Kampnagel K6, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Karten: € 35, € 20 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen)
Vorverkauf:
Kasse auf Kampnagel (Tel.: 040/ 27 09 49 49), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online

Sonntag, 7. Oktober 2018, Beginn um 20 Uhr

Mit: Giovanni di Lorenzo, Ursula von der Leyen, Heiko Maas, Cem Özdemir u. a.

Eingerichtet von Ulrich Waller

 

Das alte Griechenland, Wiege der abendländischen Zivilisation. Kaum ein antikes Drama, in dem nicht der Chor eine entscheidende Rolle spielte. Er kommentierte die zentralen Themen eines Stückes, stellte Fragen und stand stellvertretend für die Meinung eines großen Teils des Volkes. Sophokles setzte ihn gar als allwissenden Kommentator ein, der moralische Vorstellungen untermauerte. Dabei konnte ein Chor unsichtbar oder offen als Teilnehmer des Geschehens agieren. Der Chor sprach da, wo den Tragöden die Stimme versagte.

 

Wie könnte diese Keimzelle des griechischen Theaters heute aussehen? Was würde der Chor sprechen, welche Emotionen würde er transportieren? Das Projekt »Chor des Hasses« versucht, diese Frage auf eine zugspitzte Weise zu beantworten. In Zeiten des Internets und der sozialen Medien fühlen sich viele »Unsichtbare« berufen, direkt am Drama der Politik teilzunehmen, indem sie die Beteiligten persönlich ansprechen, ja oft auch mit starken Emotionen, mit Hass überschütten. Diesen anschwellenden Bocksgesang will das Projekt der Unsichtbarkeit entreißen.

Prominente Schauspieler sollen dem Chor eine Stimme geben und die Hassbriefe an Politiker lesen. Anschließend betreten die Adressaten der Hassmails selbst die Bühne, um mit Giovanni di Lorenzo darüber zu sprechen, wie sie als Politiker mit diesen Kommentaren, diesem Teil von Volkes Stimme, umgehen. Welche Macht hat der Chor des Hasses?